Haarausfall

Haarausfall ist ein weltweites Problem, das sowohl Männer als auch Frauen betrifft. Bei den meisten Männern beginnt er bereits mit Mitte zwanzig, tendenziell treten die ersten Anzeichen immer früher auf. Bei Frauen fängt es meist erst nach dem 50. Lebensjahr an.

Haarausfall kann viele Formen und Ursachen haben, am häufigsten vorkommend ist die sog. androgenetische Alopezie, die auch als hormonell bzw. erblich bedingter Haarausfall bezeichnet wird. Dabei wird der natürliche Haarzyklus, dem das Haarwachstum unterworfen ist, immer weiter verkürzt, bis schließlich das Haar überhaupt nicht mehr wächst und die Haarfollikel absterben. Er beginnt mit den typischen Geheimratsecken oft schon in jungen Jahren, hinzu kommt ein kahler Bereich am Haarwirbel, die Tonsur. Der Haarverlust breitet sich weiter aus, bis schließlich nurnoch der Haarkranz zurückbleibt und die klassische Männerglatze entsteht.

Ursachen des Haarausfalls

Haarausfall kann sehr viele Ursachen haben, doch in den meisten Fällen sind drei Faktoren vor den Haarverlust verantwortlich.

DHT/Veranlagung

Der wichtigste Faktor ist die genetische Veranlagung der Haarfollikel zur Empfindlichkeit gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron (DHT). DHT ist ein Abbauprodukt des männlichen Hormons (Androgens) Testosteron. Die Haarfollikel reagieren auf dieses DHT mit einer fortschreitenden Verkürzung der Wachstumsphasen und stellen schließlich ganz ihren Dienst ein.

Faktor Stress

Als Ursache für Haarausfall werden Stress und Anspannung häufig unterschätzt. Unser Alltag verlangt in der heutigen Zeit einiges von uns. Im Beruf werden wir gefordert, müssen Termine einhalten, wachsendem Erfolgsdruck standhalten und immer die Konkurrenz hinter uns lassen. Hektik und Zeitdruck beschränken sich keineswegs auf das Berufsleben, auch privat bleibt nur wenig Zeit für Entspannung und Erholung.

Unter Stress wird unsere Kopfhautmuskulatur angespannt und die Kopfhaut an den Schädelknochen gedrückt. Die feinen Blutgefäße, welche die Haarwurzeln mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, werden zusammengepresst und können ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen. Die Muskulatur verkrampft kann sich von alleine nicht wieder vollständig entspannen. Die Versorgung der Haarwurzeln wird dauerhaft vermindert und ist nicht mehr ausreichend.

Durch Stress und Anspannung kann eine androgenetische Alopezie beschleunigt oder Haarausfall erst ausgelöst werden.

Ernährung

Bei den Ursachen von Haarausfall ist die Ernährung ebenfalls anzuführen. Eine ausgewogene Ernährung versorgt uns mit allen notwendigen Nährstoffen und Spurenelementen, die unsere Haare benötigen. Doch heutzutage nehmen sich nur wenige die Zeit auf ihre Ernährung zu achten, stattdessen wird zu Nahrungsergänzungspräparaten gegriffen, um das Gewisen zu beruhigen.

Spannungshaarausfall

Der sog. Spannungshaarausfall ist eine Zivilisationskrankheit, die durch ein hohes Maß an Stress oder Anspannung über einen längeren Zeitraum ausgelöst werden kann. Die feinen Blutgefäße in der Kopfhaut werden durch die angespannte und verkrampfte Muskulatur zusammengepresst und können die Haarwureln nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgen.

Der Haarausfall wird oftmals von einem Brennen oder Jucken der Kopfhaut begleitet (Trichodynie). Bleiben die Haarfollikel zu lange von der Versorgung abgeschnitten, sterben sie ab und auch nach Behebung des Mangels können keine Haare mehr nachwachsen.

Es gibt verschiedene Therapiemethoden für Spannungshaarausfall.